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Die Auswanderungs-Bewegung
(von Johann Wilken)

Neuer Text zur Auswanderung: hier klicken
-> emigrants from the area of Firrel: hier klicken
-> the settlement of Firrel: hier klicken


Als sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts die wirtschaftlichen Verhältnisse in unserem Dorf sehr verschlechterten, wanderten viele Familien nach Amerika aus. Harm Keiser (OSB/He 2304), der 1848 mit seiner zweiten Ehefrau Hillena Janseen Keiser und fast allen Kindern aus erster und zweiter Ehe auswanderte, dürfte mit zu den ersten Firreler Familien gehört haben, die in der Neuen Welt sesshaft wurden. Von Beruf war er Möbeltischler und auch Musikinstrumente stellte er her. Seinem Neffen Johann Harbers Keiser, der ihm 1851 mit seiner Familie folgte, haben wir es zu verdanken, dass uns relativ gute Informationen zur Auswanderung zur Verfügung stehen. Er wurde 1806 in Firrel geboren und war Lehrer in der Kolonie Voßbarg später kam er durch Heirat nach Siebestock und wurde dort Krämer und Gastwirt. Nach seiner Auswanderung schrieb er im folgenden Jahr einen ausführlichen und sehr anschaulichen Bericht über den Verlauf der Überfahrt und über die bereits in Amerika ansässigen Familien aus Firrel und den umliegenden Dörfern.

Dieser Brief, der durch den Heseler Lehrer Sundermann veröffentlicht wurde und über die Schulen an ausreisewillige Ostfriesen verteilt wurde, mag für viele Auswanderer eine erste Information über das angestrebte Auswanderungsziel gewesen sein. Einige Jahre später berichtet sein Sohn Johann (John) Keiser in einem ebso ausführlichen Bericht in einer Veröffentlichung in den USA über das weitere Schicksal der ausgewanderten Familien in der Folgegeneration. Beide Dokumente sind somit wichtige Dokumente zur Familiengeschichte.

Die eingewanderten Ostfriesen hielten in der neuen Heimat fest zusammen und heirateten meistens untereinander. Als die beiden Söhne Harm und Gerd von Jann Kuper (OSB/He 2422) aus Firrel ausgewandert waren, heirateten sie in Amerika (die Schwestern?) Martha und Rixte Harms. Die Nachkommen dieser Familien sind sehr aktiv in der Ahnenforschung und haben drüben "THE -HARMS-COOPER-RADEMACHER-JOHNSON-FAMILY ASSOCITION" gegründet.

Der Verein fühlt sich sehr mit der alten Heimat seiner Mitgliedsfamilien sehr verbunden und hat sich ein eigenes Wappen gegeben. Der Name Kuper wurde bei der Ankunft der Auswanderer am Zoll in seiner Schreibweise in Cooper geändert und der hier angegebene Familienname Johnson steht hier für die Ostfriesische Familie Osterbuhr.

Wer die Geschichte seiner Familie in Firrel erforschen möchte, sollte zunächst mit den Ortssippenbüchern von Hesel und Bagband anfangen. Herausgegeben wurden die Ortssippenbücher von der Arbeitsgruppe für Familienkunde der Ostfriesischen Landschaft in Aurich. Genealogen, die weitergehende Familienforscheng betreiben wollen, werden fündig im Stadtarchiv Emden (Zivilstandsregister aus der Franzosenzeit, geführt vom Heseler Bürgermeister Albers) und natürlich in den Schatzungsregistern des Amtes Stickhausen im Niedersächsischen Staatsarchiv in Aurich.

Speziell zur Auswanderungsbewegung sei hier noch auf einen von Dr. Paul Weßels angefertigten Bericht hingewiesen, der in der Heimatbeilage zur Ostfriesen Zeitung "Unser Ostfriesland" Nr. 4 und Nr. 5 im März 1998 veröffentlicht wurde. Er enthält die Auswanderungsdaten vieler in Amerika lebenden Familien, die in Firrel ihre Wurzeln haben.

 


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